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07.08.2017

Neues Stück der Theatergruppe Malaria

Foto Stefan Mann

Nach zweijähriger Vorbereitung tritt die Theatergruppe Malaria im Herbst mit ihrem neuen Stück im Haus Bethanien in Gallneukirchen auf. Elf SchauspielerInnen von Theater Malaria, zwei GastschauspielerInnen sowie ein Musiker aus der freien Szene bringen „Spann den Schirm auf, der Konsumwolf frisst den Lebenslauf“ auf die Bühne. Ein inklusives Theater zum Thema Konsumrausch, Heimat und Geborgenheit .

GALLNEUKIRCHEN. „Spann den Schirm auf, der Konsumwolf frisst den Lebenslauf“ heißt die neue Produktion des Theater Malaria, welche ab Herbst im Haus Bethanien in Gallneukirchen zu sehen sein wird. Im Zentrum des Spiels stehen die Suche nach Geborgenheit und die ständige Veränderung. Das Stück ist als Stationentheater im Haus Bethanien konzipiert und wie jedes Stück ein Theater Malaria Original. Umgesetzt wird die Geschichte von einem inklusiven Team mittels verschiedenster Theaterformen, Musik und Medien.

Neben den elf SchauspielerInnen von Theater Malaria konnten Schauspieler und Regisseur Christian Scharrer sowie die künstlerische Leitung der Impropheten Birgit Schwamberger-Kunst für die Produktion gewonnen werden. Musiker Yevgenij Kobyakov wird das Stück mit seinem Akkordeon begleiten.

„Der rote Faden im Stück ist klar, doch der Text ändert sich von Aufführung zu Aufführung. Es sind Lichtspots oder Markierungsstreifen am Boden, es ist das Kostüm, der Partner oder ein Stichwort, ein Tonsignal oder Musik, die die Schauspieler auf der Bühne unterstützen. Darüber hinaus spielen zwei Profis mit, die auf unvorhergesehene Hoppalas gut reagieren können. Insgesamt aber ist ein Theaterabend mit der Malaria für alle ein Hochseilakt der Schauspielkunst“, erklärt Regisseurin Iris Hanousek-Mader das Besondere der Produktion.

Geschichte/Inhalt
Das Theaterstück behandelt die Themen Geborgenheit und Heimat, aber auch den Konsumrausch und dessen Auswirkung auf die Persönlichkeit und das Leben. Auf der Suche nach Geborgenheit erleben die Figuren dieses Stückes Abenteuer und unsichere Zeiten. Wohin führt sie ihr Weg? Werden sie in einen sicheren Hafen segeln?

Spielplan
Samstag, 21. Oktober um 19.30 Uhr (Premiere)
Dienstag, 24. Oktober um 19.30 Uhr
Donnerstag, 2. November um 19.30 Uhr
Freitag, 3. November um 10 Uhr (Matinee)
Donnerstag, 9. November um 10 Uhr (Matinee)
Freitag, 10. November um 10 Uhr (Matinee)
Mittwoch, 29. November um 19.30 Uhr
Donnerstag, 30. November um 19.30 Uhr
Mittwoch, 6. Dezember um 19.30 Uhr
Donnerstag, 7. Dezember um 19.30 Uhr
Freitag, 15. Dezember um 17.30 Uhr (Sondervorstellung im Rahmen des Gallinger Advent)

Alle Aufführungen finden im Haus Bethanien (Hauptstraße 3, 4210 Gallneukirchen) statt.
Informationen zum Stück finden Sie auch unter: www.diakoniewerk.at/spanndenschirmauf
Tickets sind in allen Filialen der Erste Bank und Sparkasse sowie online über folgenden Link erhältlich: https://goo.gl/cqTQ86

Wer ist Theater Malaria?
Das Theater Malaria - entstanden aus Eigeninitiative von künstlerisch tätigen Menschen mit Behinderung im Diakoniewerk - setzt sich heute aus einem elfköpfigen Ensemble, externen GastschauspielerInnen aus der freien Szene sowie einem künstlerischen Team aus der Tanz-, Theater- und Behindertenpädagogik zusammen. Im Mittelpunkt der Arbeit steht der kreative Prozess rund um die Gruppe der KünstlerInnen. Die SchauspielerInnen und die Gäste des Ensembles „Malaria“ erarbeiten sich gemeinsam alle zwei bis drei Jahre ein eigenes Theaterstück. Am Ende entsteht ein Theaterstück, das zum Nachdenken über unser gesellschaftliches System anregt ohne dabei auf den Humor zu vergessen. Darüber hinaus finden laufend Lesungen, Ausstellungen und kleinere Kunstprojekte im öffentlichen Raum statt.

Zu den Produktionen des Theater Malaria gehören unter anderem „Halsbrecher“ (2015), „Experiment Leben – Winklergasse 43“ (2012), „Spielwerk Leuchtturm“ (2009), „Fallobst vom Olymp. Suche: Helden!“ (2007) und „Europas Sternstunden“ (2002). Diese Stücke wurden sowohl in regionalen Spielstätten (Landestheater Linz / Kammerspiele, Posthof Linz, Festival sicht:wechsel) als auch international (Brüssel (B), Päffikon/Zürich (CH), Hohenroth (D)) aufgeführt.
Den Namen Malaria hat Thomas Pühringer, ehemaliges Mitglied der Theatergruppe Malaria, für das Ensemble kreiert. Er wollte damit ausdrücken, dass die KünstlerInnen ihr Publikum mit Theaterfieber und Lachen anstecken. Das Markenzeichen sind eigene Stücke und die Inszenierung der SchauspielerInnen entsprechend ihrer Talente.

Alle Bilder: Reinhard Winkler / Abdruck honorarfrei.


Foto Stefan Mann Foto Spann den Schirm auf Foto Spann den Schirm auf